
Ideen für einen gelungenen Übergang von Schule
in die Ausbildung
Servicestelle Schule-Wirtschaft und Bildungsregion Landkreis Osnabrück
luden gemeinsam zum Themennachmittag ein
Fürstenau. Welche Chancen bietet die neue Berufsfachschule Dual für die Schülerinnen und Schüler im Nordkreis? Und wie kann die Berufsori-entierung vor Ort noch besser gestaltet werden? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich jetzt die Teilnehmenden bei der Netzwerkver-anstaltung „Wirtschaft – Schule – Bildung in der Bildungsregion Nord-kreis“, die bei dem Unternehmen meurer Verpackungssysteme GmbH in Fürstenau stattfand. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Schu-len, Kommunen und Bildungsinstitutionen nutzten die Veranstaltung der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit und der Bildungsregion Landkreis Osnabrück zum Austausch und zur gemeinsamen Entwick-lung von Ideen für eine zukunftsfähige Berufsorientierung.
„Eine enge, frühzeitige und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben ist entscheidend für einen gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf. Betriebe, Schulen und Bildungsinstitutionen
tragen gemeinsam Verantwortung, Jugendliche früh zu erreichen, zu be-gleiten und für Ausbildung zu begeistern“, betonte Netzwerkkoordinato-rin Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft. Sie bedankte sich gleichzeitig bei der gastgebenden Firma meurer für das Engage-ment.
Auch Matthias Wübbel, Bürgermeister der Samtgemeinde Fürstenau, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen: „Die Firma meu-rer übernimmt als größter Arbeitgeber in unserer Samtgemeinde eine besondere Verantwortung für Ausbildung und Fachkräftesicherung. Das Engagement – sowohl als Gastgeber dieses Themennachmittags als auch als zukünftiger Ausrichter der Messe #DeineAusbildungSuchtDich 2026 ist ein starkes Zeichen für gelebte regionale Zusammenarbeit.“ Für Jens Gozian, Geschäftsführer bei meurer, ist es wichtig, Jugendliche für eine Ausbildung zu begeistern: „Eine Ausbildung gelingt vor allem dann, wenn junge Menschen Freude an dem haben, was sie tun, und mit Herzblut dabei sind. Wer mit Begeisterung lernt und arbeitet, wächst au-tomatisch in seine Aufgaben hinein.“
Die Teilnehmenden der Netzwerkveranstaltung diskutierten auch, wel-che Chancen die Berufsfachschule Dual bietet, die ab 2026/2027 als einjährige Vollzeitschule das Fachoberschulangebot Klasse 11 und das Berufsfachschulangebot ablöst. Sie soll den Jugendlichen mehr Zeit zur Orientierung, persönliche Entwicklung und praxisnahe Einblicke in Aus-bildungsberufe ermöglichen. Das bestätigt auch Thomas Kohne, Schul-leiter der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück: „Die Berufsfachschule Dual schafft neue Perspektiven für Jugendliche, die nach der Schule noch Orientierung benötigen. Sie verbindet schulisches Lernen mit prak-tischen Erfahrungen und gibt jungen Menschen die Zeit, die sie brau-chen, um eine fundierte Berufswahl zu treffen. Gleichzeitig eröffnet sie Betrieben frühzeitig Kontakt zu potenziellen Auszubildenden und den Absolventen mögliche höherwertige Abschlüsse.“
Anschließend diskutierten die Teilnehmenden, wie die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben weiter gestärkt werden kann. Deutlich wurde, dass Betriebe stärker im Schulalltag präsent sein sollten, z.B. durch Beiträge im Unterricht, praxisnahe Inhalte wie den Einsatz von
Künstlicher Intelligenz oder durch virtuelle Vorstellungen von Ausbil-dungsberufen. Auch niedrigschwellige Beratungsangebote, insbeson-dere für Eltern, wurden als wichtiger Baustein genannt. Bei einem Rund-gang durch den Betrieb bekamen die Gäste einen Einblick in die Ausbil-dungsberufe bei meurer. „Der Themennachmittag zeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Schule, Wirtschaft und Bildungspartnern ist. Nur gemeinsam lassen sich tragfähige Strukturen entwickeln, die Jugendli-chen den Übergang in Ausbildung erleichtern“, so Ina Eversmann, Bil-dungskoordinatorin beim Landkreis Osnabrück.

